Das Wir

Hier wird das „WIR“ – sukzessive – Gestalt annehmen …

Das WIR – Miteinander ist eigentlich unvermeidbar

„In der Neuen Physik hängen Dinge eng zusammen, die im Bild der Alten Physik getrennt sind. Im Bild der Neuen Physik gibt es nie etwas, was absolut getrennt ist vom anderen“.
Diese Aussage des bekannten Physikers (Prof. H.-P. Dürr) müsste uns eigentlich unruhig und nachdenklich machen.
Ist oder wäre dem wirklich so, dann hätten wir arge Probleme zu sagen „Ich und Du“, denn eine solche Trennung gäbe es nicht. Wir wären sozusagen quasi gezwungen von „Wir“ zu reden.
Sicherlich kein gutes Gefühl, was solche und ähnliche Erkenntnisse der modernen Quantenphysik für unsere Gesellschaft bedeuten (könnten). Ein weiterer Nachweis also, um Darwins „Weltbild“ von „Kampf und Trennung“ zu überwinden?
Die Begrenzung unserer ‚Sinne, hier vor allem die Augen sagen uns „das kann nicht sein“, denn ich sehe doch deutlich, dass „ich hier und du dort“, ich in diesem Unternehmen und du in jenem Unternehmen bist und wir beide im Wettbewerb zueinander stehen.
Wem sollen wir nun vertrauen, den Quantenphysikern oder unseren Augen?
„Schlimm“ genug, dass uns die Physiker mit einer „Wir-Sicht“ bedrängen, jetzt beginnen sogar die Psychologen und andere Wissenschaftsdisziplinen damit, „nachzulegen“. Prof. Bauer z.B. spricht es deutlich in seinem Buch „Das kooperative Gen“ aus, dass Menschen „kooperative Wesen“ und nicht „konkurrierend“ gemeint sind. Hirn-Scans zeigen uns erwiesenermaßen, dass kooperative Situationen Menschen positiv stimulieren und „konkurrierende“ Situationen meist die „Angstzentren“ aktivieren, also negativ auf Menschen wirken.
Alles scheint – quasi wie von selbst – bereits in Richtung Kooperations-Zeitalter zu laufen. „Kooperation“ ist eingedenk solch „drückenderer Beweise“ eigentlich unabwendbar. Alles nur noch eine Frage der Zeit? Hier könnten wir eigentlich mit Schreiben aufhören …
Unsere These lautet jedoch, dass die „Arbeit“ erst an dieser Stelle beginnt. Wir können nicht – um auf ein anderes Muster zurückzugreifen – einfach ignorieren, dass den Menschen Jahrzehnte mit aller Inbrunst eingeredet wurde, dass „Gegeneinander“ der „richtige“ Weg sei und plötzlich erwarten, dass alle Menschen, Institutionen, Organisationen, Unternehmen oder die Politik – ad hoc- auf die neue Erkenntnis „einschwenken“ könnte bzw. werden. Der Wandel von „Konkurrenz“ zu „Kooperation“ ist nicht einfach ein „warmes Lüftchen“, das könnte eher ein „Sturm“ werden. Alles wird sich verändern, oder neu komplett ausgerichten müssen. Man stelle sich nur vor, man würde morgen erklären, dass ab sofort alle Fahrzeuge links – statt wie bisher und langzeitlich geübt – rechts fahren müssten. Ein Chaos würde entstehen, der Verkehr vermutlich komplett zum Erliegen kommen.
Um es auf den Punkt zu bringen:
  • Der Wandel von Konkurrenz zu Kooperation ist eine Art „Quantensprung“.
Wir gehen eher davon aus, dass es seine Zeit dauern wird und muss, um diese neue Erkenntnis in entsprechende Handlung umzusetzen. Wie lange es dauern wird und welche „Verwerfungen“ dabei entstehen, hängt davon ab, wie:
  • Wie groß und stark die „Beharrungs-Interessen“ einen (eigentlich sinnlosen) Widerstand zu organisieren, sein werden.
  • Wie schnell, kräftig und engagiert die „Chancen-Potenziale“ von Kooperation wahrgenommen, und praxisnah realisiert werden.
Beide Punkte sind wichtig, um unnötigen „Leidensdruck“ zu vermeiden.
Wir wollen das anhand eines Beispiels beleuchten:
Die Idee, dass eine mittelständische GmbH mit 200 Menschen oder gar ein Konzern mit vielen Niederlassungen, davon einige sogar im Ausland, morgen so etwas wie eine „Kooperations-Order“ ausgeben könnte, wäre töricht, chaosträchtig und für alle Beteiligten „schockierend“.
Aber genauso töricht wäre es wohl, einfach so zu tun, als würde es keine Hinweise für ein „Kooperations-Zeitalter“ geben, auf das wir – stringent -zusteuern.
Fassen wir – als vorläufiges Ergebnis zusammen:
  1. Die Grundannahme der Wissenschaft, dass eine „WIR-Sicht“ für Menschen und Institutionen korrekt ist, ist ganz offensichtlich richtig.
  2. Solange diese neue Sicht nicht widerlegt ist – was wohl kaum anzunehmen ist – macht es einfach keinen Sinn mehr, Zeit und Geld aufzuwenden, um die alte Sicht der Dinge zu stabilisieren oder deren „Leidenszone“ unnötig zu „kultivieren“.
  3. Es bedarf nunmehr eindeutiger Signal, wie man sich seitens der politischen, wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen „Führung“ vorstellt, dass ein sanfter Umbau – quasi des gesamten Grundgefüges – von statten gehen soll. Bisher machen z.B. alle Parteien den Eindruck, als würde alles, wie bisher – konkurrenzorientiert – weiterlaufen können.
  4. Wer eine „Spürnase“ – gleich ob unternehmerisch, sozial oder kulturell – hat, wendet einen immer größer werdenden Zeitanteil dafür auf, sich Bilder zu „malen“ und Situationen vorzustellen, wie ein solcher Wandel konkreter aussehen könnte. Die „Spürnasen“ für (unternehmerische) Chancen werden das intensiver und eher tun, die anderen brauchen halt länger …
  5. Jetzt sind die Experten für „Kooperation“ gefordert. Und wo bitte gibt es diese? Zunächst könnten Genossenschaften selbst die „Hüter kooperativer Erfahrungs-Schätze“ sein. Diese müssten eigentlich jetzt nur noch „gehoben“ werden. Grundsätzlich eigentlich ja, das sollte so sein können. An der Formulierung bemerkt man unschwer das „aber“. Genossenschaften sind zwar „kooperative Geschäftsmodelle“, haben jedoch nur selten auch die dem entsprechenden Management- oder Führungskonzepte „vorrätig“ oder gar schon erprobt. Sie mussten bisher sozusagen – zwangsläufig – eine Art „Konkurrenz-Stretching-Periode“ durchlaufen, was heißt, als Kooperation in einem „Konkurrenz-Feld“ überleben.
Dieser „Einstieg“ in das, was wir einen „WirKraft-Prozess“ bezeichnen, soll an dieser Stelle lediglich zeigen, dass Genossenschaften sozusagen vor einer „2 Herausforderung“ stehen. Raiffeisen und Schulze-Delitzsch legten vor 200 Jahren den „Grundstein“ für Genossenschaften als Strukturen. Sie konnten damals diese neuen Entwicklungen nicht erkennen und blieben deshalb in einer (wirtschaftlichen) „Außenseiter-Rolle“. Sie wurden eher in eine „sozialromantische“ Ecke geschoben und standen unter „Rechtfertigungs-Druck“.
Das wird sich jetzt gewaltig verändern. Jetzt geraten die „konkurrenzwirtschaftlich“ orientierten Unternehmen in Rechtfertigung. Die Zeit scheint zu nahen, dass „kooperative Geschäftsmodelle“ immer mehr gesucht, gegründet und betrieben werden, weil Menschen das für „natürlich“ bzw. „naturgemäß“ und wissenschaftlich korrekt empfinden.
Das WirKraft-Konzept – oder modern auch als „WeForceArea“ – bezeichnet, ist das erste Konzept, das sich konkret mit diesem Umbau-Prozess von „Konkurrenz zu Kooperation“ befasst. Und moderne Genossenschaften spielen dabei eine entscheidende Rolle …
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